Laurel in schwierigen Zeiten (Rundbrief Juli 2021)

Liebe Freunde, Bekannte und Verwandte,
liebe Spender/innen und Unterstützer unseres Vereines,

Heute wollen wir Sie wieder über die aktuelle Situation in El Laurel informieren.

Zu Beginn der Bericht von Ronald Leon (Sozialarbeiter).

Laurel, in schwierigen Zeiten…


Kinder des Casa Keller kamen in die Schule. Ronald informierte sie über den Schuljahresstart ab dem 10. Mai und das Weiterführen des Homeschoolings.

Die Zahl der Ansteckungen an Covid 19 in unserem Land wächst von Tag zu Tag. Wir haben fast 400.000 Infizierte (wir vermuten, dass ohne diejenigen zu zählen, die nicht getestet wurden, die Zahlen doppelt so hoch wären). Guayas ist die zweitmeist infizierte Provinz. Unser ländlicher Bezirk Daule hat in der Statistik mehr als 2000 Infizierte. In unserer Gemeinde gibt es jedes Mal, wenn Verifizierungstests gemacht werden, zwischen 40% und 50% Infizierte. Leider gibt es keine freien Plätze in den öffentlichen Krankenhäusern (alle sind völlig überfüllt) und so werden die Leute wieder nach Hause geschickt, obwohl sie dort weder isoliert noch betreut werden können. Viele Häuser bestehen aus nur einem Zimmer. Jeden Tag sterben daher landesweit Menschen an Covid in ihren Häusern, aber auch in den Krankenhäusern, während sie darauf warten, Sauerstoff zu bekommen oder auf einen Behandlungsplatz warten. Sauerstoff auf eigene Faust  für ein infiziertes Familienmitglied zu kaufen, ist wegen der hohen Nachfrage und weil er in großen Mengen nach Peru und Kolumbien geschmuggelt wird, fast unmöglich.

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Rundbrief April 2021

Liebe Freunde, Bekannte und Verwandte,
liebe Spender/innen und Unterstützer unseres Vereins,


Heute wollen wir Sie wieder über die aktuelle Situation in El Laurel informieren.

Leider hat sich im Vergleich zum Dezember in Ecuador noch nicht viel verbessert. In Ecuador wurden, Stand vom Januar 2021, PCR-Labortests oder Schnelltests durchgeführt, was eine Zahl von mehr als 220.000 bestätigten Fällen mit COVID 19 hervor brachte. Die Todesfälle durch COVID 19, die die Regierung bestätigte, übersteigen die 14.200. Aber die Realität sieht anders aus. Aus Mangel an Tests werden bei den Todesfällen andere Krankheiten diagnostiziert.

Nach Weihnachten und den Feierlichkeiten am Jahresende begann in der Hauptstadt Quito ein neuer Ausbruch. Zudem wurde eine neue Mutation des Corona-Virus bei einem Reisenden, der in Ecuador angekommen ist, entdeckt. Es gibt keine freien Betten in den Krankenhäusern und Intensivstationen mehr. Privatkliniken sind nur für Millionäre. Es fehlt aber auch an Medikamenten in den Gesundheitszentren.

Obwohl die Regierung Familienzusammenkünfte mit mehr als 10 Mitgliedern verbietet, bleibt das nur auf dem Papier so und nur wenige halten sich daran.
Die Regierung deckt immer mehr Fälle von Korruption (Diebstahl im Staat) auf. Trotz Anzeigen und gerichtlichen Prozessen kann man diese Gelder nicht mehr zurück bekommen. Es sind Gelder, die für Krankenhäuser, Medikamente, Wohnungen, Grundversorgung u.a. gedacht waren.

Öffentliche Einrichtungen verkehren nur virtuell. Die Schulen und Universitäten sind geschlossen und haben auf Home-Schooling umgestellt. Der informelle Handel sträubt sich gegen einen erneuten Lockdown.

Obwohl das Gesetz die Einhaltung des Sicherheitsabstandes vorschreibt, halten sich viele Ecuadorianer in Großstädten wie Guayaquil, Quito, Cuenca, Ambato, Machala u.a. nicht daran und infizieren sich selbst oder andere.

In El Laurel geht das Leben weiter, Schulen und Universitäten sind geschlossen, wir versuchen, uns an die aktuelle Situation anzupassen. Familien finden immer noch keine Arbeit. Die Familiendramen sind in den Dörfern stärker, weil es an Ressourcen mangelt. Das staatliche medizinische Zentrum hat keine Kapazitäten, um zu reagieren, weil es an Medikamenten fehlt und das Patientenaufkommen zu groß ist. Die Nachfrage nach Medikamente nahm aufgrund der verschiedenen Epidemien, die unsere Bevölkerung krank machten, zu und wegen fehlendem Geld konnten sie die Medikamente nicht kaufen.

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Weihnachtsbrief 2020

„Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können.“

— Jean Jaurès

Liebe Freunde, Bekannte und Verwandte,
liebe Spender/innen und Unterstützer unseres Vereines,

Leider ist die Situation in Ecuador in Zeiten von Corona alles andere als entspannt. Die Kinderheime sind geschlossen worden und der Staat verbietet den Kindern zur Schule zu gehen. Der Hunger ist allgegenwärtig und die Korruption von Staatsangestellten hat zugenommen. Mehr denn je sehen wir es als unsere Aufgabe, den Menschen in El Laurel und vor allem unseren Kindern in dieser Situation Hilfe und Hoffnung zu geben. Gestärkt werden unsere Helfer und wir dabei durch euch alle, die ihr uns durch eure Spenden und eure Unterstützung die Hoffnung gebt, dass wir etwas bewegen können, dass wir dazu beitragen können, die Not in El Laurel etwas zu lindern. In diesem Weihnachtsbrief wollen wir euch einen kleinen Einblick geben in die aktuelle Situation in El Laurel, berichtet von Mirjam Rast, Héctor Cruz und M. Ronald León (Hermano Miguel Stiftung), und in die Gedanken von Héctor Cruz (Präsident Hermano Miguel Stiftung), Jorge Elias (Kind im Casa Keller) sowie Miryam und Maria Fernande (Lehrerinnen an der Don Bosco Schule).

Lesen Sie den ganzen Bericht hier:

Wir wünschen ihnen allen, auch im Namen von Mirjam und ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen frohe und gesegnete Weihnachten. Bleiben sie gesund!

Euer Team von der Ecuadorhilfe

PS: Alle Informationen rund um das Spenden finden Sie auf dieser Seite.

Informationen aus Ecuador – August 2020

Neue Informationen von Ronald Leon aus Ecuador – August 2020

Liebe Freunde und Unterstützer unseres Vereines

Das Corona-Virus hat bei uns sehr viel Trauer und Schmerz hinterlassen. Viele unserer Mitmenschen starben und wurden sofort beerdigt, ohne dass wir uns von ihnen verabschieden konnten. Dies zeigte uns, mit welchen Riesenproblemen wir uns im Gesundheitssektor rumschlagen mussten und müssen. Aber das Schlimmste war, wie staatliche Angestellte die Situation ausnutzten um sich mit erhöhten Preisen bei den Medikamenten, Nahrungsmitteln und alle anderen Möglichkeiten zu bereichern, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Tausende haben durch die Schließungen der Unternehmen ihren Job verloren, ohne je eine Unterstützung – die das Gesetz vorsieht – zu erhalten.

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Nachrichten aus El Laurel von Ronald Leon

Beiliegend einige Fotos der Familien, welche eine Nahrungshilfe von der Stiftung bekommen haben. Die Situation ist prekär. Wegen dem Ausnahmezustandes wird  nicht gearbeitet. Es hat keine Transportmittel und die Lebensmittel wurden teurer, sowie auch die Medikamente. Gemäss dem öffentlichen Gesundheitsamt hat es 4000 vom Coronavirus Kontaminierte und 200 Todosfälle (Bemerkung: Die Dunkelziffer ist viel höher!)

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Gemeinsamer Spendenaufruf

Liebe Freunde und Förderer der Projekte von Lothar Zagst in El Laurel, Ecuador,

viele von euch haben vermutlich am Gründonnerstag die schrecklichen Bilder aus Guayaquil in der Tagesschau gesehen. Das Corona-Virus hat die Ecuadorianische Hafenstadt ganz in der Nähe von El Laurel mit aller Härte getroffen. Es wird von katastrophalen Zuständen berichtet. Das Gesundheitssystem ist zusammen- gebrochen und die Behörden kommen mit den vielen Todesfällen kaum noch zurecht. Die Medien zeigen Bilder von Leichen auf den Straßen Guayaquils. Zu viele Menschen sterben in ihren Häusern an Covid-19, als dass die Behörden darauf rechtzeitig reagieren könnten.

Viele Angehörige suchen Verwandte, die irgendwo liegen oder bereits beerdigt wurden, andere warten mit den Särgen Ihrer Lieben auf dem Auto vor Friedhöfen, die mit den Bestattungen nicht mehr nachkommen. Zwar taucht das kleine Andenland in den weltweiten Statistiken über das Ausmaß der Coronavirus-Erkrankungen erst an hinterer Stelle auf, jedoch dürfte die Dunkelziffer der tatsächlichen Infizierten weit über der gemeldeten Zahl liegen, da zu wenige Patienten getestet werden. Und viele vermuten, dass es hier zu einem neuen Epizentrum der Pandemie kommt.

Auch Mirjam Rast hat über Probleme in dem nur ca. 60 km von Guayaquil entfernt liegenden El Laurel berichtet. Die Krankenstation musste geschlossen werden, obwohl ständig Menschen wegen notwendiger Medikamente kommen. Die Ärzte sind nicht mehr vor Ort, da diese in den wenigen Hospitälern helfen müssen. Diese sind zudem schlecht ausgestattet und Beatmungsgeräte sind nur wenige vorhanden. Die Situation auf dem Friedhof ist erdrückend. Es sterben sehr viele Leute, die dann nur schwer Platz auf dem zu kleinen Friedhof finden. So kommt es vor, auch wegen der Ausgangssperre ab 14 Uhr, dass nachts beerdigt wird und des Öfteren wird dann „irrtümlicherweise“ ein Platz eines anderen Verstorbenen verwendet.

Ins Casa Keller konnte bisher noch kein Kind zurückkommen. Die Schule hätte eigentlich am 13. April 2020 beginnen sollen. Dies ist aber nicht möglich, solange die Regierung die Bestimmungen nicht lockert. So müssen die Kinder von Casa Keller genauso wie die Lehrer zu Hause bzw. bei Verwandten bleiben. Mirjam konnte Reis zum halben Preis einkaufen. Ein Händler in der Umgebung half mit Öl und anderen wenigen Lebensmitteln. So konnte Mirjam für die Casa Keller Kinder einen Nahrungsmittelsack zusammenstellen. Dieser wurde dann jedem Kind gebracht. Zusätzliche Säcke wurden auch an Personen verteilt, die als Tagelöhner z.B. im


Reinigungsdienst tätig waren und jetzt nicht mehr der Arbeit nachgehen können. Diese haben nun kein Einkommen mehr und auch keine finanziellen Rücklagen.

Mirjam und ihre Mitarbeiter haben den Kampf für die Menschen und Kinder in El Laurel angenommen und gehen damit natürlich auch selbst ein hohes gesundheitliches Risiko ein. Wer sie in dieser Notsituation unterstützen möchte, kann dies sehr gerne mit einer Spende auf eines der unten genannten Konten tun.

Im Namen von Mirjam, ihren Mitarbeitern und den vielen notleidenden Menschen und Kindern in El Laurel sagen wir an dieser Stelle ein „Vergelt’s Gott“!

Bleiben Sie alle gesund!

Ihre

Prof. Dr. Rudi Zagst
1. Vorsitzender
Ecuador-Hilfe-Stuttgart e.V.

Alex Kaiser
Vereinspräsident (1. Vorsitzender)
Verein Freunde & Gönner El Laurel
https://el-laurel.ch

Erna Hammer und Erhard Baier
Initiativkreis El Laurel, Ecuador

Spendenkonten:

Deutschland:

Ecuador-Hilfe-Stuttgart e.V.
Sparkasse Lörrach-Rheinfelden
IBAN: DE46 6835 0048 0002 1600 26
BIC: SKLODE66XXX

Schweiz:

Verein Freunde & Gönner El Laurel
Basler Kantonalbank
4002 Basel
IBAN: CH20 0077 0016 0483 3029 4
PC 40-000061-4