Amelies persönlicher Bericht aus Ecuador – Eine Engagierte reist zu den Kindern nach Ecuador

Ich bin durch einen glücklichen Zufall auf die Stiftung aufmerksam geworden und bekam kurzer Hand die Chance im Juli 2019 für 5 Wochen in Laurel dabei zu sein. Meine Erfahrungen in Ecuador kann ich nur als einzigartig beschreiben und ich bin sehr dankbar, dass Mirjam Rast mich so herzlich aufgenommen hat. Von Tag eins an habe ich mich wohl gefühlt, was vor allem an der Offenherzigkeit der Menschen lag. Sie empfingen mich mit offenen Armen und gaben mir das Gefühl willkommen zu sein, sodass ich ganz einfach in die Kultur eintauchen konnte.

Die Schüler einer unteren Klasse nach dem Englischunterricht.

Die Kinder in der Schule und im Casa-Kelle sind super neugierig und von Anfang an sehr vertrauensselig, was ich in dieser Art von zuhause gar nicht gewöhnt war. Zusätzlich habe ich bei ihnen eine große Faszination für alles Neue gespürt, da die Meisten noch nie aus ihrem kleinen Dorf hinausgekommen sind und ich mehr als fremd für sie war. Weiterhin sind die Waisenkinder des Casa-Keller sehr fleißig, was durch die Arbeit der Lehrer im Heim gefördert wird und die Kinder zu ausgezeichneten SchülerInnen macht.

Die Kinder feiern den 15. Geburtstag von Kiara im Hof der Casa Keller, welcher traditionell groß gefeiert wird. Alle Kinder, die momentan in der Casa Keller leben, sind dabei. Sie und die Betreuer haben eine kleine Überraschungsparty für Kiara organisiert.

Mir sind diese kleinen Persönlichkeiten in nur kürzester Zeit sehr ans Herz gewachsen, weil sie trotz schwierigster Umstände so viel Lebensfreude und Hoffnung ausstrahlen, was ich sehr beeindruckend finde. Diese Einstellung empfand ich oft auch als sehr aufmunternd, denn natürlich war ich zunächst geschockt und auch traurig über die Lebensumstände von so vielen Familien. Und dennoch gaben sie mir so viel sie konnten, obwohl sie eigentlich kaum etwas besitzen.

Die Schüler zeigen stolz ihre eigens gebastelten Englisch-Vokabelkarten.

Außerdem ist mir die Dankbarkeit der Menschen direkt aufgefallen, da sie genau wissen, was für eine große Bedeutung die Stiftung für ihren Ort und ihre Gemeinschaft hat. Selbst die kleinsten Kinder können sich noch an Lothar Zagst erinnern oder wissen schon, aus Erzählungen ihrer Verwandten, wie tatkräftig er die ganze Gemeinde immer unterstützt und vorangebracht hat.

Die 6. Klasse in Schuluniform im Klassenzimmer beim Englischunterricht.

Dank Mirjam Rast, der guten Seele der Stiftung vor Ort, habe ich viele Menschen und ihre Geschichten kennengelernt und durfte vorübergehend Teil der Gemeinschaft werden. Ich konnte sehr viel von den Menschen in Ecuador lernen und entwickelte eine unfassbare Dankbarkeit für mein eigenes Zuhause. Mir wurde vor Augen geführt, wie ungerecht die Welt ist und dass wir in Europa auf einer kleinen Insel der Glückseligkeit leben, weswegen ich es als total wichtig erachte, den Menschen in Laurel etwas zurückzugeben.

Alle Kinder lieben Fußball und spielen in der Sporthalle beim jährlichen Fußballturnier, welches im Rahmen des Sportunterrichts organisiert wird.

Viele der Kinder und Jugendlichen sind in meinem Alter oder nur unwesentlich jünger, haben aber nicht annähernd die Möglichkeiten, die ich mit in die Wiege gelegt bekommen habe. Wir haben uns fest vorgenommen die Heranwachsenden auch weiterhin so gut es geht zu unterstützen, sodass sie vielleicht auch eine Chance bekommen, ihre Träume zu verwirklichen.

Amelie Meyers

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